Archiv für April 2018

Frida in 2018

Herstory 68: Die Frauen der Revolte
Politischer Salon der Störenfrida Berlin – Eine Veranstaltungsreihe

Störenfrida Berlin – Ort für Frauenpolitik und Frauengeschichte – will das 68er Jubiläum nicht verstreichen lassen, ohne sich mit den zentralen Protagonistinnen, Kämpferinnen und Denkerinnen auseinander zu setzen.

Uns interessiert wie Frauen 68 gelebt und wie sie diesen Aufbruch erlebt und vor allem mitgestaltet haben.
Was war ausschlaggebend für ihre Politisierung, welche Position hatten sie zu den theoretischen Debatten, zur Militanz, zur sexuellen Revolution? Zu welchem Zeitpunkt konnte Mutterschaft politisiert werden, wie und mit wem haben sich Frauen organisiert? Wie haben sie Beziehung und Zusammenarbeit mit anderen Frauen erlebt und gestaltet? Welche Ereignisse und Veranstaltungen waren für die Frauen bedeutsam?

Alle Veranstaltungen unserer Reihe finden als feministischer Salon an einem Nachmittag am Wochenende statt, sodass wir Zeit und Raum haben zum Diskutieren, aber auch zum Kennenlernen und für einen informelleren Teil als Abschluss.

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Die 2. Veranstaltung der Reihe ist
im Rahmen der
Feministischen Sommeruni http://feministische-sommeruni.de/
am 15. September 2018 um 15:00 in der Humbold Uni, Dorothenstraße 24

Feministische Sommeruni 2018

Erinnerungen an Wegbegleiterinnen
Lesung und Gespräch mit Ulrike Edschmid und Anna Hartmann

Die Autorin Ulrike Edschmid war Teil der Student*innenbewegung in Berlin und enge Wegbegleiterin von Menschen die sich für einen militanten Weg entschieden haben. 1996 erschien ihr Buch „Frau mit Waffe. Zwei Geschichten aus terroristischen Zeiten“ über zwei 68erinnen die sich für einen bewaffneten Widerstand entschieden haben.

„Ulrike Edschmid interessiert sich nicht für die Rekonstruktion historischer Highlights, sie konzentriert sich auf die persönlichen Veränderungen, die Anstrengungen einer politischen Bewußtseinsbildung, das Spannungsverhältnis zwischen Gruppe und Individuum, persönlicher Erfahrung und politischer Theorie,“ schreibt Annett Busch über das Buch. Es eröffnet „eine neue Form des Verstehens sowohl der Studentenbewegung als auch der Anfänge der RAF, ebenso des Lebens in der Illegalität.“

In ihren Büchern über die Menschen die sie kennt und kannte ist Ulrike Edschmid die beobachtende Zeitzeugin und gleichzeitig reflektierende Teilnehmerin der Ereignisse. Wir sprechen mit ihr über ihren persönlichen Blick in die Zeit der Aufbrüche, über die Ereignisse die bedeutsam waren für sie und ihre Freundinnen und ihre politischen Themen als Frau, die sich trotz ihrer bis heute feministischen Perspektiven nicht der ebenfalls 1968 beginnenden Frauenbewegung angeschlossen hatte.

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1. Veranstaltung am 3. Juni 2018 um 15:00 im Frauenzentrum affidamento, Richardplatz 28, Neukölln
Was haben die 68erinnen mit uns zu tun?

Lesung und Gespräch mit Ute Kätzel und Lena Böllinger

Die Journalistin und Autorin Ute Kätzel hat 2002 mit dem Buch „Die 68erinnen.
Porträt einer rebellischen Frauengeneration“ ein Standardwerk zum Thema „Frauen und 68″ geschrieben. In mehrjähriger Arbeit hat sie 40 Interviews mit Protagonistinnen der Bewegung geführt und 14 Porträts für ihr Buch ausgewählt. Auch hat sie weitere Artikel zu 68 veröffentlicht, unter anderem zu „Frauen- und Geschlechterrolle“ in der DDR.

Aus unserer Sicht werfen die Interviews in sehr persönlichen Erinnerungen nach wie vor ungeklärte Fragen auf, die die Idealisierung der Liberalisierung – insbesondere für Frauen – infrage stellen. Wir wollen an diesem Nachmittag die Themen und die nach wie vor ungeklärten Fragen der 68erinnen neu diskutieren, sowohl im Kontext der Zeit als auch im Hinblick auf ihre heutige Relevanz.

Zum Ausklang gibt’s Live-Musik und wir stoßen auf Störenfridas 7. Geburtstag an.